ProDG will's wissen - Nachhaltige Energiepolitik: effizient und erneuerbar
Vier namhafte Umweltorganisationen (u.a. Greenpeace und WWF) haben Bürger, Unternehmer, Gewerkschaftler und Politiker im ganzen Land aufgefordert, die Gründung der Plattform „Stop&Go“ und die damit verbundene Vision einer langfristig und nachhaltig ausgerichteten Energiepolitik zu unterstützen.
Gefordert wird unter anderem:
1. Schnellstmöglicher Ausstieg aus der Kernenergie! Das bedeutet: Abschaltung der Atommeiler von 2015 bis spätestens 2025 (wie im Gesetz aus dem Jahre 2003 vorgesehen). AUF KEINEN FALL dürfen diese Laufzeiten verlängert werden. Belgien darf unter keinen Umständen denselben Fehler begehen wie die deutsche Bundesregierung, die vor einigen Monaten den Ausstieg aus dem Ausstieg geprobt hat. Wer Laufzeiten für Atommeiler verlängert, verhindert Investitionen in erneuerbare Energien und sorgt dafür, dass erneuerbaren Energiequellen keine Netzkapazitäten zur Verfügung stehen.
2. Massive Investitionen in erneuerbare Energien (!), mit dem Ziel in 40 Jahren 100% unseres Energiebedarfs über erneuerbare Energien abzudecken. Das ist keine illusionäre Schwärmerei sondern ein in jedem Fall erstrebenswertes und durchaus realistisches Ziel; jedenfalls dann, wenn es uns gleichzeitig gelingt den Energieverbrauch zu reduzieren.
3. Reduzierung des Energieverbrauchs bzw. Steigerung der Energieeffizienz!
Politiker auf allen Entscheidungsebenen sind dazu aufgerufen, global zu denken und lokal zu handeln. Daher kommen wir der Aufforderung der o.g. Umweltorganisationen gerne nach und bekunden hiermit öffentlich unsere Unterstützung für die Plattform „Stop&Go“. Jeder muss seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten, und sei er im globalen Kontext auf den ersten Blick auch noch so klein.
Deshalb tut die Regierung der DG gut daran mit gutem Beispiel voranzugehen. Das bedeutet zum Beispiel:
1. Im Rahmen des Infrastrukturdekretes gezielt ALLE vernünftigen Projekte zur Energieeinsparung auf dem Gebiet der DG zu genehmigen und zu 60% bzw. zu 80 % (für Schulen) zu bezuschussen.
2. Eigene Projekte strengsten Energiestandards zu unterwerfen. Wir begrüßen in diesem Zusammenhang ausdrücklich die vorbildliche, reale und überprüfbare Nachhaltigkeit des PPP-Schulbauprogramms. Von den ca. 64.000 m² Bruttogeschossfläche werden 50 % im Passivhausstandard und 40 % im Niedrigenergiestandard gebaut.



